20Nov

Die Herausforderung einer strategischen Planung

„… ein weiser Mensch geht zielstrebig seinen Weg.” Sprüche 15, 21

Schon über einen längeren Zeitraum sprachen wir im Gemeinderat darüber, welches unsere Ziele für die nächsten Jahre sein könnten. Angeregt durch mehrere Situationen und Veranstaltungen wurden wir darauf aufmerksam, dass wir schon lange keine SWOT-Analyse (auch als FODA bekannt) gemacht hatten. Unsere Vision war zwar noch schwach in einigen Köpfen vorhanden, aber wohl nicht mehr so warm in den Herzen der Gemeindeglieder. So begannen die Planungen für dieses Jahr. Dabei nahmen wir uns bewusst Zeit, eine strategische Planung durchzuführen, die uns begleiten sollte.

Im März starteten wir damit, dass wir eine Arbeitsgemeinschaft zur Leitbildentwicklung mit leitenden Mitarbeitern organisierten. Hierbei wurde eine Leitbildformulierung entwickelt. Auch allgemeine Ziele und Strategien wurden angesprochen. Eine Kommission von 5 Mitarbeitern wurde damit beauftragt, in den verschiedenen Komitees der Gemeinde eine detaillierte Strategie zur Umsetzung der Ziele für die nächsten Jahre auszuarbeiten. Die Ergebnisse wurden im kleinen Team, aber auch im Gemeinderat und im Rahmen der leitenden Mitarbeiter präsentiert und überarbeitet.

Auf folgende Fragen wurden Antworten gesucht: Wohin wollen wir uns entwickeln? (Vision) Was ist unser Auftrag als Gemeinde? (Mission) Wo führen wir unseren Auftrag aus? (Kontext) Wie soll man uns als Gemeinde wahrnehmen? (Werte) Die allgemeinen Ziele sollen das Leitbild für einen festgelegten Zeitrahmen (z.B. 5 Jahre) bilden. Die Strategien wiederum beschreiben dann, wer, was, wann, mit wem, wie und wo tun muss, damit man die Ziele erreichen kann. Die Formulierung der detaillierten Strategien in den Arbeitsbereichen der Gemeinde wurde im August abgeschlossen und im September noch einmal von der Kommission begutachtet. Nun wird es der größeren Gruppe von Mitarbeitern und schließlich der Gemeinde vorgelegt. Schon im Juli wurde die Gemeinde mit der Vision und Mission bekannt gemacht, denn es ist wichtig, dass sie sich früh und ganz damit identifiziert.

Nach intensivem Gebet, gründlicher Bibellese und langem Überlegen, sind wir zur folgenden Vision und Mission gekommen:

Vision der MBG Filadelfia: „bibeltreu lehren, leidenschaftlich Jesus nachfolgen und missional dienen“

Mission der MBG Filadelfia: „Unser Auftrag besteht darin, Menschen im Wort Gottes zu gründen, sie zu einer treuen Nachfolge Jesu zu motivieren und so gelebtes Evangelium in unser Umfeld hineinzutragen.“

Werte, die uns als Anleitung für die Formulierung der Strategien dienten, sind: „Glaubwürdigkeit, Glaubensgehorsam, Gemeinschaft, evangelistischer Lebensstil, Dienst und lebenslanges Lernen.“

Wie sieht nun ein Fein Ziel aus? Ein Ziel für das nächste Jahr aus dem Predigerrat sei als Beispiel genannt: „Wir wollen 2 hermeneutische Schulungen der Prediger in Bezug auf die Auslegung und praktische Anwendung biblischer Wahrheiten durchführen. Dazu sollen Redner aus anderen Gemeinden eingeladen werden.“ So wurden für alle Komitees mehrere Ziele pro Jahr entwickelt. Diese mussten die sogenannten „3 M“ in der Formulierung erfüllen. Sie sollten motivierend, machbar und messbar sein.

Nächstes Jahr soll ein strategisch wichtiges Jahr sein, denn wir wollen uns in Anbetracht dieser Vision neu orientieren und verbindlicher in die Nachfolge Christi stellen. Dieses wird thematisch in den Predigten und Hauskreisen aufgegriffen und darüber hinaus in allen Kreisen der Gemeindearbeit behandelt werden. Somit kommen wir dem oben erwähnten Vers näher, weise zu handeln und ein Licht in der Welt zu sein.

Abschließend bleibt zu erwähnen, dass wir als Gemeinde Gottes Führung in dieser Zeit erlebt haben. Er ist treu und begleitet den Prozess, offenbart uns seinen Willen und zeigt uns den Weg. Ihm sei die Ehre!

Robert Villalba

MBG Filadelfia