19Mar

Worte des Vereinigungsleiters 02/2018

In den Tagen vom 12. bis zum 14. April findet beim Campus Gutenberg die 44. Delegiertenkonferenz der Vereinigung der Mennoniten Brüder Gemeinden von Paraguay statt. Die erste Konferenz fand mal am 2. und 3. Juli 1961 in Filadelfia statt. Seitdem hat es diese Konferenzen jedes zweite bzw. seit 1993 jedes Jahr gegeben. Sie haben viel zur Orientierung in dieser Arbeit und zum Zusammenhalt der Gemeinden beigetragen. In der Eröffnungsrede zur zweiten Konferenz in Friesland 1963 sagte der Konferenzleiter Willy Janz, dass es bei der Konferenz um das Wohl der Gemeinde und um den Bau des Reiches Gottes ginge (Konferenzbuch, 1963, S. 1). Um diese zwei Bereiche hat man immer wieder Sorge getragen, sowohl in den Berichten, als auch in den Predigten und Vorträgen, die auf den Konferenzen gebracht wurden.

Im Bezug zur Bedeutung der Delegierten-und Glaubenskonferenzen schreibt Victor Wall in seinem Bericht für die fünfundzwanzigste Konferenz wie folgt: „Unsere Vereinigung ist ein Gemeindezusammenschluss aufgrund eines gemeinsamen Bibelverständnisses und einer gemeinsamen Zielsetzung. Um dieses Verhältnis zu p egen bzw. zu stärken, sind Glaubens-, Studien- und Missionskonferenzen, das gemeinsame Suchen nach Antworten auf theologische oder ethische Fragen, die Führung gemeinsamer Werke so wie auch prinzipiell vereinheitlichte Ziele und Strategien von großer Bedeutung“ (Konferenzbuch 1999, S. 9).

Die Bedeutung der Delegiertenkonferenzen kann man nicht sehr genug betonen. Das gemeinsame Hören der Berichte und Zeugnisse der Vereinigungsarbeiter, das gemeinsame Suchen nach den richtigen Antworten, die Gemeinschaft mit den Vertretern aus den Gemeinden und das gemeinsame Hören auf das Reden Gottes haben viel dazu beigetragen, dass wir als Vereinigung schon so lange diese gemeinsame Arbeit machen können.

Geschwister, die noch niemals auf einer Delegiertenkonferenz gewesen sind, können es sich sicher nicht vorstellen, wie man zwei ganze Tage zusammen sein und sich lange Berichte anhören kann. Für viele Geschwister aber, die immer wieder bei den Konferenzen dabei gewesen sind, ist es jedes Mal eine besondere Erfahrung. Leute, die zum ersten Mal auf einer Konferenz sind, sagen dann oft: “Das habe ich nie gewusst, dass wir als Vereinigung so viel gemeinsam machen.“

Die Gemeindevertreter bzw. Delegierten, haben eine doppelte Aufgabe. Einerseits vertreten sie ihre Gemeinden und möchten darüber informiert werden, was in der Vereinigung gemacht wird, um diese dann in ihren Gemeinden weitergeben. In diesem Sinne sind die Delegiertenkonferenzen besondere Momente, wo die Mitarbeiter der Vereinigung den Gemeinden gegenüber Rechenschaft ablegen von dem, was sie während des Jahres gemacht haben.

Die Delegierten haben aber auch eine zweite ganz wichtige Aufgabe: Im Namen der Gemeinden ermutigen und segnen sie die Mitarbeiter. Die Vereinigungsarbeiter arbeiten im Auftrage der Gemeinden. Im Bezug zur Aufgabe der Delegierten, sagte der Konferenzleiter Jakob Penner 1972: „Es gehört zu unserer Verantwortung als Delegierte und als Vordermänner unserer Gemeinden, den Kurs unserer Glaubensgemeinschaft immer neu nach dem Worte Gottes auszurichten“ (Konferenzbuch, 1972, S. 39).

In diesem Sinne ist es unser Wunsch und Gebet, dass auch die 44. Delegiertenkonferenz ein Moment der Orientierung, des Feierns der Gnade und des Wirkens Gottes, der Gemeinschaft und des Segnens sein kann.

Theodor Unruh – Vereinigungsleiter

Dieser Artikel wurde entnommen aus der März-April Ausgabe der Zeitschrift Gemeinde unter dem Kreuz des Südens (GuKS) welche herausgegeben wird von der Vereinigung der Mennoniten Brüder Gemeinden Paraguays. HIER können sie die ganze Ausgabe lesen.