13Ago

MBG Concordia

Wie habe ich diese Situation (Quarantäne-Zeit), in der wir uns befinden, erlebt oder erlebe sie noch?

  • Mehr Zeit für Familie. Mehr Zeit für Lektüre. Weniger Zeit im Auto. Lernen mit Angst umzugehen, z.B. weniger Nachrichten lesen.
  • Die erste Zeit war mit viel Unsicherheit verbunden. Alles was bisher geplant wurde, musste vorerst abgeblasen werden. Meine Frau und ich durften, Gott sei Dank, mehrere Wochen Quarantäne im Chaco verbringen. Die Zeit in Familie war für uns ein großer Segen. Langsam passen wir uns der «neuen» Realität an. Der Wunsch jedoch, sich wieder als Gemeinde zu versammeln, wächst täglich.
  • Vieles haben wir in der Quarantäne gelernt, besonders dieses: Vor Veränderungen konnten wir jetzt nicht mehr fliehen und wir mussten aus unserer Komfortzone raus. Die Fragen, woran wir wirklich Glauben und wie wir unseren Glauben ausleben, kamen täglich. Diese Zeit ist eine Zeit der Veränderung geworden; eine Zeit, in der wir unsere alten Gewohnheiten neu in Frage stellen und ändern durften; eine Zeit, mit neuen Gelegenheiten, um unseren Glauben zu festigen, Gottes Wort zu lesen und im Gebet standhaft zu werden. Es ist eine Zeit, in der wir uns neu bewusst werden dürfen, dass nur Gott allein allmächtig und allgegenwärtig ist und dass wir sündige Menschen von seiner Herrlichkeit und Gnade abhängig sind. Diese Zeit ist eine Zeit, in der wir unsere Wege und unser ganzes Leben wieder neu auf Gottes Willen richten können, doch wir sind verantwortlich dafür, diese Veränderung anzunehmen und auszuleben.
  • Die ersten Wochen waren ziemlich herausfordernd, da ich den gewohnten Alltag nicht mehr durchführen konnte. Nachdem ich realisierte, dass es sich länger ziehen würde, fing ich an zu überlegen, wie man wieder proaktiv werden konnte. So ergaben sich neue Wege, um mit der Arbeit fortzufahren. Es ist eine segensreiche Zeit, da ich in meiner Arbeit eine neue Richtung hinzufügen konnte. Es war schön zu erkennen, dass die Musik/Anbetung ein wichtiger Bestandteil in dieser Situation war und ist. 
  • Diese Zeit hat mich gelehrt, dankbar zu sein für die Dinge, die für mich schon als selbstverständlich galten; z.B. Arbeitsstelle, Terere-Stunden mit Freunden, mit anderen Christen an einem GoDi teilnehmen, gemeinsam lachen, uam. Es war auch eine Zeit, die mich daran erinnert hat, nicht zu vergessen, welches die echte Quelle meiner Freude ist. Aktivitäten, Freunde, Verantwortung, Hobbys, all das, was von heute auf morgen nicht mehr so wie bisher möglich war, bereichert zwar mein Leben, kann aber nie meine Beziehung zu Gott ersetzen.
  • Diese Zeit lässt mich intensiv den hohen Wert von Besuchen, Gemeinschaft, von Zusammenarbeit und der Bewegungsfreiheit spüren. Der Zwang, andere Wege in der Verkündigung zu suchen, trug und trägt in sich gleichzeitig auch viele Gelegenheiten, Neues zu lernen und zu üben. GOTT sorgt – meine Sorgen sind ohnmächtig.

Mitarbeiter