27May

ICOMB: Jenseits meines Tellerrandes

Nach einem langen und schmerzhaften Prozess von Jahren der Stagnation, internen Kämpfen und Isolation, reagierte unsere MBG Konferenz in Uruguay auf ihre Not. Viele begannen Gott um Hilfe und Barmherzigkeit zu bitten, in der Hoffnung, Tage der Wiederherstellung und des Wachstums zu sehen.

Als Teil der Antwort auf unser GebetsehenwirdieBereitschaftder brasilianischen MBG Konferenz, mit uns zusammenzuarbeiten, nachdem sie vom ICOMB Leiter dazu ermutigt wurden. Nach einer gemeinsamen Planung, wurde am 1. Mai 2011 eine Allianz der Zusammenarbeit formalisiert. Schreibt Alvaro Nalerio, der gegenwärtige Leiter der CCHMU (Consejo de las Congregaciones Hermanos Menonitas).

ICOMB existiert, um nationale Konferenzen zu VERBINDEN, STÄRKEN und ERWEITERN. So wird die Begründung offiziell beschrieben. Die Frage, wie das aussehen soll, wie es erreicht werden kann, mit welchen Ressourcen, usw. soll auf unserem nächsten Treffen in Mexico besprochen werden. Wir sind überzeugt, dass wir es noch bewusster tun wollen als bisher. Und diese Geschichte von Uruguay in Zusammenarbeit mit Brasilien zeigt uns etwas von dem, was möglich ist und wir fördern wollen.

Alvaro schreibt weiter: Wie jeder Prozess, an dem wir Menschen beteiligt sind, hat auch dieses seine Höhen und Tiefen gehabt. Aber in der ersten Bewertung kann man sagen,dasseseinSegenwar.Die brüderlicheUmarmung,dasInteresse des anderen, der beschlossen hat, mit uns zu gehen, die Erfahrung und die ausdrückliche Haltung, das vom Vater erhaltene Geschenk als Geschenk, das uns alle bereichern kann, zu teilen, hat der Konferenz Mut und Zuversicht gegeben, auf den Weg der Kameradschaft und des gegenseitigen Engagements zurückzukehren. Es soll auch wieder die Zusammenarbeit zwischen den lokalen Gemeinden gesucht werden, die dann mit einer eigenen Vision wachsen soll.

Aus dieser Allianz heraus haben wir gesehen, wie Teams von jungen Menschen in die Ausbildung kommen und gehen, um in den Gemeinden zu dienen. Es geht darum, Erfahrungen zu machen, die ihre Beziehung zu Gott aufbauen, ihre Fähigkeit stärken, als Team zu arbeiten und den Horizont der Mission, den wir als Gemeinde haben, zu erweitern.

Darüber hinaus haben wir derzeit zwei Ehepaare mit ihren Kindern, die im Rahmen des ESLA-Programms (Escuela de Liderazgo Apostólico) in Paraná, Brasilien, ausgebildet werden. Sie haben das Ziel, die notwendige ministerielle Ausbildung zu erwerben, um nach Uruguay zurückzukehren, um dort in ihren örtlichen Gemeinden, wo sie benötigt werden, zu dienen. Dies kann als eine Binsenweisheit in der Dynamik von Gemeinden und Konferenzen betrachtet werden, jedoch war dies seit vielen Jahren für unser Land nicht der Fall. Die Unterstützung dieser Paare hat zu einer nationalen Koordination und zu einer Herausforderung geführt, die uns zusammenhält.

Andererseits betrachten wir im Gebet die Möglichkeit, uns in Richtung Westküste des Landes zu auszubreiten, mit der Möglichkeit, mehrere Gruppen von Brüdern zu annektieren, die sich in kleinen Städten im Landesinneren versammeln. Aus wirtschaftlichen Gründen konnten wir jedoch bisher nur sehr wenig tun,außerKleidungversenden,um die Bedürfnisse von Menschen zu befriedigen, die in Armut leben und in der Welt vergessen sind. Wir beten um Ressourcen, wir beten um Menschen, die mit der richtigen Berufung und Vision die Schritte unternehmen können, die sie dazu bringen, sich auf diese vergessenen Orte des Landes auszudehnen.

Mit dem Ziel, den Herrn mit allem, was dies bedeuten kann, “zu heiligen”, als Zeugnis seiner Gnade inmitten einer Gesellschaft, die sich zunehmend säkularisiert und dem Evangelium Christi verschlossen ist, wird die Konferenz der MBG in Uruguay bis zum Kommen unseres Herrn Jesus Christus weitergehen. Wir rechnen mit euren Gebeten für unsere Familie von Gemeinden und unser Land, das es so sehr braucht.

Wir dürfen für diese Anliegen von Alvaro beten.

Wir dürfen für ICOMB beten, dass sie für viele andere Gemeindefamilien so eine Hilfestellung und Zusammenarbeit einleiten kann.

Wir dürfen beten, dass Jesus uns zeigt, ob wir mit einer Gemeindefamilie enger zusammenarbeiten sollen.

Rudi Plett, Leiter ICOMB

Dieser Artikel wurde entnommen aus der Mai-Juni Ausgabe der Zeitschrift Gemeinde unter dem Kreuz des Südens (GuKS) welche von der Vereinigung der Mennoniten Brüder Gemeinden Paraguays herausgegeben wird. HIER können sie die ganze Ausgabe lesen.