10Jul

OBEDIRA hinterm Mikrofon

Im Jahr 1986 begann meine Arbeit als Sprecher in Radio ZP-30, La Voz del Chaco Paraguayo. 2 Jahre wohnten wir in Filadelfia mit meiner Frau Alicia. Danach wurden wir nach Asunción gesandt, um mit dem Werk OBEDIRA zu beginnen. Wir zogen in das Pastorenhaus, das OBEDIRA gehörte, anliegend an die Radiostation. OBEDIRA öffnete 1988 seine Türen für Aufnahmen und funktionierte als ein Tonstudio, bis die Frequenz 102.1 FM, Ex Radio Tayi, erworben wurde und in Radio OBEDIRA umbenannt wurde.

Von diesem Prozess gäbe es viel zu erzählen, aber ich beschränke mich darauf, meinen Dank an Gott auszudrücken für dieses Werkzeug, dass er uns als Ehepaar und Familie gegeben hat. Es war die wichtigste Plattform in unserer Karriere, um das Evangelium von Jesus Christus, inmitten der herausfordernden Welt der Radiostationen im Großraum Asunción und weiter entfernten Städten, auf eine frohe, schwungvolle und fast einzigartige Art und Weise zu verbreiten. Dank der gewaltigen Kraft, die die Station zur Verfügung hat, konnte sie mit ihrer christuszentrierten Botschaft und dem professionellen Charakter beeinflussen, so dass sie zu einem der meist gehörten Sender wurde, wie Umfragen zeigen.

Die Vision der Mennoniten- Brüdergemeinden in Paraguay hat sich überraschenderweise erfüllt. In diesen 25 Jahren wurden immer Arbeiter gefunden, die hoffnungsvolle Botschaften für die Programme und Sendungen erstellten, unterstützt durch die Leiter und die vielen Sprecher, die zu ihrer Zeit in dieser Radiostation gearbeitet haben.

Was mich angeht, fühle ich, dass ich dem Herrn mein Bestes gegeben habe, immer begleitet von meiner Frau, die mir Halt und Stütze war in den vielen Stunden, die diesem Werk zugutekamen. Außerdem wurden mit Alicias markanter Stimme viele Werbungen aufgenommen. Die wichtigste Mission dieser Radiostation war und ist die Verbreitung des Evangeliums, aber es muss auch der finanzielle Teil beachtet werden, den man teilweise mit dem Verkauf von Werbungen deckt. Schwerlich findet man heute in den Glaubensgemeinschaften aus dem ganzen Land jemanden, der nicht in irgendeinem Moment durch OBEDIRA erreicht wurde oder die Verkündigung des Senders ignoriert. Es gibt viele Personen in den verschiedenen Gemeinden, die ihre Bekehrung zu Christus durch OBEDIRA erlebt haben, von denen heute auch Pastoren, Missionare oder Leiter sind und in verschiedenen Werken mitarbeiten. Und bestimmt tausende von ihnen sind schon in der Ewigkeit bei Christus.

Wir wissen und ich persönlich bin überzeugt davon, dass alle Redner, die sich für diese Arbeit berufen fühlten und mit einer gesunden Vision vom Mikrofon Gebrauch gemacht haben, heute Rückmeldung von ganzen Familien erhalten, die wissen an wen sie glauben, nämlich an JESUS DEN RETTER.

Über die Hälfte meines Lebens habe ich in OBEDIRA verbracht. Und wenn es etwas gibt, woran ich keinen Zweifel habe, ist es, dass ich nicht durch menschlichen Willen berufen wurde. Und hier möchte ich zur Ehre Jesu an den Text aus 1. Kor. 1,27 erinnern: DAS SCHWACHE DER WELT HAT GOTT AUSERWÄHLT, DAMIT ER DAS STARKE ZUSCHANDEN MACHE. Gemeinsam mit meiner Frau Alicia wurden wir von Jesus gesandt, welchem wir dienen werden bis zum Ende. Danke

Oscar Vazquez, Radiosprecher in Radio OBEDIRA

Dieser Artikel wurde entnommen aus der Juli-August Ausgabe der Zeitschrift Gemeinde unter dem Kreuz des Südens (GuKS) welche herausgegeben wird von der Vereinigung der Mennoniten Brüder Gemeinden Paraguays. HIER können sie die ganze Ausgabe lesen.