04Jul

Worte des Vereinigungsleiters

In dem internen Reglement der Vereinigung haben wir in dem Abschnitt, wo es über die Identität der Vereinigung spricht, folgende sehr weitreichende Aussage gemacht: Wir sind ein solidarischer Verband der gegenseitigen Hilfe, Ermutigung und Ermahnung. Als sieben deutsche MB Gemeinden, zusammen mit unseren fast 30 Missionsgemeinden, sind wir ein solidarischer Verband, d.h. wir sind miteinander verbunden. Oft ist uns die Tragweite dieser Aussage gar nicht so richtig bewusst. Wenn wir miteinander verbunden sind, dann tragen wir auch eine Verantwortung füreinander. Als Vereinigung feiern wir nicht nur die schönen Momente, die Gott uns schenkt, sondern wir sind füreinander da, auch dann, wenn es mal nicht so gut geht.

Die Tatsache, dass wir ein solidarischer Verband sind, wozu wir uns bewusst entschieden haben, ist uns gar nicht immer so richtig bewusst. Jede Gemeinde hat ihre eigenen Aufgaben, Herausforderungen, Projekte, Sorgen und auch Freuden. Oft geht dabei dieser Aspekt der Solidarität füreinander etwas in den Hintergrund. In der heutigen Welt, wo der Individualismus, die Eigenständigkeit und die Unabhängigkeit stark betont werden, ist es für uns als Gemeinden immer wieder eine Herausforderung, ganz bewusst das biblische Konzept eines solidarischen Gemeindeverbands zu leben. Das Konzept von „unabhängigen Gemeinden“ finden wir im Neuen Testament nicht.

In dem täglichen Miteinander als Gemeinden der Vereinigung  gibt es viele Möglichkeiten, diese Verantwortung füreinander zu leben. Dazu nur mal ein paar Fragen, die uns anregen können, weiter über diesen Aspekt der Solidarität nachzudenken: Wie gehen wir damit um, wenn eine Gemeinde in einer Leitungskrise steckt? Was machen wir, wenn eine Gemeinde eine starke Mitarbeiternot hat? Wie reagieren wir, wenn eine Gemeinde mit einem neuen Missionsprojekt anfängt? Welches ist unsere Aufgabe, wenn in einer Gemeinde mit verschiedenen Lehrfragen gerungen wird? Was machen wir, wenn eine Gemeinde eher schrumpft als wächst? Wie stehen wir dazu, wenn wir uns für gemeinsame Projekte entschieden haben?

Damit wir ein solidarischer Verband sein können, ist es wichtig, dass wir uns immer wieder darüber informieren, wie es uns geht. Je besser wir informiert sind, desto mehr können wir auch füreinander beten. Die verschiedenen Informationsblätter, Internet- und Facebook Seiten, Kurzfilme und Informationen in den Gemeindegottesdiensten dienen dazu, dass wir besser informiert sind. Lasst uns immer wieder diese Solidarität füreinander leben. Wir müssen es immer wieder bewusst wollen.

Theodor Unruh, Vereinigungsleiter