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ICOMB – Kolumbien

Vom 26. bis 29. Juni fand die Regionalkonferenz von ICOMB (Lateinamerika) in Kolumbien statt. Seitens der AHM nahmen Eldon und Edeltraud August, Heinz Dieter Giesbrecht und ich (Esteban Dietrich) daran teil. Insgesamt waren Vertreter aus neun Konferenzen Lateinamerikas und der Karibik anwesend. Mit etwas mehr als 30 Personen tauschten wir uns über die Erfahrungen, Herausforderungen und Freuden in den verschiedenen Kontexten aus, in denen wir uns bewegen. Es war eine Zeit gesegneter Gemeinschaft.

Ich hatten die Gelegenheit, Geschwister wiederzusehen, die ich bereits aus früheren Begegnungen kannte, sowie neue Menschen kennenzulerne, die sich für den Herrn und Seine Gemeinde einsetzen. Persönlich bin ich zutiefst dankbar für die allgemeine Situation in unserem Land und in unseren Gemeinden. Die sozialen und internen Herausforderungen der anderen Konferenzen vor Augen zu haben, motiviert mich noch bewusster einzusetzen – gerade in dieser günstigen Zeit, die wir erleben, um das Reich Gottes weiter auszubreiten. Wir sind sehr gesegnetx, nicht nur im Blick auf finanzielle Ressourcen und die allgemeine akademische Ausbildung, sondern auch hinsichtlich der Freiheiten und Möglichkeiten, die wir genießen.

In diesem Sinne möchte ich folgende Gebetsanliegen weitergeben:

  1. Die Schwesterkonferenz in Peru: Sie macht derzeit erhebliche Schwierigkeiten durch – sowohl in den Beziehungen zu denjenigen, die sie historisch gesehen geistlich und finanziell unterstützt haben, als auch im internen Bereich. Obwohl in den vergangenen Jahren mehrere Studenten an das IBA entsandt wurden, ist derzeit nur noch einer von ihnen aktiv in der Gemeinde tätig. Auch dieser hat bereits seine Kündigung zum Oktober dieses Jahres eingereicht. Als Folge davon leiden die Gemeinden unter mangelnder theologischer Ausbildung, geringer Unterstützung von außen und großen Fragen bezüglich ihrer Zukunft.
  2. Unsicherheit in der Region: Es gibt Gemeinden in Lateinamerika, die sich in Gebieten mit hoher Kriminalität befinden, wie etwa in Mexiko. Drogenkonsum und -handel haben sich an mehreren Orten so stark festgesetzt, dass das Gehen auf den Straßen gefährlich geworden ist.
  3. Verlust der Identität durch Distanz: Die großen Entfernungen zwischen den einzelnen Konferenzen oder sogar innerhalb eines Landes gefährden unsere theologische Identität. In einigen Fällen ist es bereits fraglich, ob wirklich noch verstanden wird, was es bedeutet, „anabautistisch/mennonitisch“ zu sein.

Für mich stellt ICOMB die Möglichkeit dar, unsere praktische Verbundenheit mit der weltweiten Gemeinde Jesu Christi zu leben. Obwohl wir diese Einheit als eine unserer Überzeugungen nennen, ist es oft schwer, sie in die Praxis umzusetzen. Auch wenn ICOMB weiterhin ein „begrenztes Modell“ der weltweiten Gemeinde bleibt, bildet dieser Raum dennoch einen praktischen und gangbaren Rahmen, um das zu leben, was wir zu glauben vorgeben.

Esteban Dietrich, Missionsförderer AHM